Qindie - Forum

Normale Version: Umsatzsteuer-Frage
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Hi,

ich bin freiberuflicher Texter, d.h. ich muss von allem, was ich verdiene, 19% Umsatzsteuer abführen. Das tue ich natürlich auch, wenn ich meine Taschenbücher irgendwo verkaufe, dann natürlich nur mit 7%.

Aber wie verhält es sich mit den Buchtantiemen, die Amazon überweist für verkaufte Kindle-eBooks oder Taschenbücher? Muss ich davon auch Umsatzsteuer abführen?

Weiß das hier einer? Vermutlich bin ich nicht der einzige Selbständige hier?

Danke schonmal im Voraus
Thomas
Da ich das Ganze eh nur als Hobby betreibe, und ich damit kein großes Geld mache, bin ich auch nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Bei mir reicht eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung, die ich bei der normalen Steuererklärung mit einreiche. Ich denke mal, dass du deine Schriftstellerei getrennt von deiner freiberuflichen Tätigkeit händeln kannst, d.h. hier kommt es dann auf den Umsatz an, den du mit deinen Büchern im Jahr erreichst.

Im Zweifelsfall kannst du dich aber auch an das Finanzamt deines Vertrauens wenden - die müssen dich auch beraten - kostenlos
Danke Divina für Deine Antwort. Wenn gar nichts anderes hilft, frage ich beim Finanzamt nach.

Dass ich die Buch-Erlöse einkommensversteuern muss, das war mir schon klar. Mir ging es um die Umsatzsteuer. Mein Steuerberater sagt, ich könne die Buchverkäufe als Freiberufler nicht getrennt als Hobby betrachten. Alle meine Einnahmen kommen in einen Topf und müssen gemeinsam einkommens- und mehrwertversteuert werden. Ein Autorenkollege glaubt, dass die Amazon-Überweisungen nicht der MwSt unterliegen, da sie aus Luxemburg kommen. Weder mein Steuerberater noch mein Kollege wissen es sicher.

Gibt es hier unter uns jemanden, der auch selbständig ist und Amazon-Überweisungen bekommt, und der schon seit langem weiß, wie es sich verhält?

Ich denke, im Buchpreis stecken 7% Umsatzsteuer. Die führt Amazon ab. Somit müsste das Thema Umsatzsteuer doch erledigt sein. Aber mein Steuerberater meint, es sei nur für Nicht-Umsatzsteuerpflichtige Hobbyautoren erledigt, aber nicht für einen, der als umsatzsteuerpflichtiger Selbständiger agiert. Der muss von den erhaltenen Tantiemen nochmal (sogar 19%) abführen. Wer hat(te) das gleiche Problem und hat es inzwischen herausgefunden?

Danke. Thomas
dein Steuerberater weiß es nicht sicher? Dann such dir schleunigst einen anderen. Sowas darf nicht passieren. Wenn der was nicht weiß, hat er sich schlau zu machen, und wenn er das nicht tut, ist er unseriös und dein Geld nicht wert. Mein Steuerberater ist spezialisiert auf Freiberufliche, Internethandel, Entwickler von Apps - sowas alles. Such dir so einen, wirklich
Danke Mira, aber ich habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt. Natürlich ist er sich sicher und zwar insofern, als dass er ganz klar und zu Recht sagt, ich solle in den Vertrag gucken, den ich mit meinem Vertriebspartner (Createspace/Amazon) habe. Das hat er natürlich Recht. Aber ein solcher Vertrag existiert ja quasi nur in Form der angenommenen Geschäftsbedingungen. Und in denen finde ich nichts zu diesem Thema, was ja logisch ist, da sich Createspace in den USA befinden und sich in ihren Bedingungen keine Gedanken über das deutsche UST-Recht machen, und bei Amazon finde ich auch nichts zu diesem Thema - nur dass sie selbst die UST abführen von ihren Umsätzen, aber es findet sich nichts zu dem Thema, ob Freiberufler von ihren Tantiemen 19% abführen müssen.

Daher hatte ich gehofft, dass sich hier in unserer Mitte noch ein Freiberufler findet, der das Thema schon gelöst hat.
Sobald Du Freiberufler bist und UST abzugsberechtigt bist, musst du die auch zahlen... im Falle von Amazonien 3 Prozent ... und zwar getrennt ... dein heimisches FA erhält die Zahlen und nach Saarbrücken unter Berücksichtigung deiner europäischen Umsatzsteuer ID, die du bei deinem Finanzamt beantragen kannst musst du die statistischen Werte melden ... Stellt sich die Frage, ob deine "Hobbyschreiberei" den Aufwand an zwei Ämter zu melden aufwiegt. Viele Finanzämter lassen es inoffiziell gelten, wenn du 7/19 für amazonien innerhalb Deutschlands abrechnest ... Mit der - ebenfalls inoffiziellen Begründung - Du bist ansässig in D, deine Verkäufe hast du über einen Anschluss in D getätigt, die meisten Verkäufe werden wohl - kann man ja über die Excel - DAtei nachweisen - nach Deutschland gehen ... deshalb zahlst deine Steuern auch hier ... DASS wird dir kein Steuerberater und kein Finanzbeamter OFFIZIELL bestätigen ... aber sie akzeptieren es stillschweigend, weil die sonst nämlich auch mehr arbeiten müssten ...
In den Ebooks stecken nur 3 % Mehrwertsteuer. Ich weiß nicht, ob du die 3 % abführen musst oder wie das geht. Aber ich bin sicher, dass es irgendwo im Internet die Frage und deren Antwort längst gibt. Versuch es doch mal im kdp-Forum. Da stellt sich die Frage sicher öfter. Vielleicht gibt es sogar schon eine FAQ-Standard-Antwort. Und wenn du es herausgefunden hast, wäre es nett, wenn du uns an deinem Wissen teilhaben lässt. Danke schön.
Vielen Dank für Eure Antworten, Klarissa und Regina

aber, wie gesagt, ging es mir nicht um die USt, die auf das Buch(!) erhoben wird. Die führt Amazon ab, denn die machen den Umsatz damit, nicht ich. Egal, ob es die 3% vom eBook sind oder die 7% vom Taschenbuch.

Mich interessierte, ob ich vom Autorenhonorar, das Amazon mir zahlt, 19% abführen muss.

Im kdp-Forum bin ich leider auch nicht fündig geworden. Aber ich schaue mich auch noch woanders um. Hätte ich nicht bei Createspace produzieren lassen, sondern in einem anderen Verlag, z.B. edition winterwork, dann wäre es klar gewesen. Die machen mit einem einen Autorenvertrag, in dem explizit drinsteht: Wenn der Autor vorsteuerabzugsberechtigt ist, zahlen sie das Autorenhonorar PLUS Mehrwertsteuer, und dann muss der Autor die auch abführen.

Createspace (USA), respektive Amazon (Luxemburg), sagen nichts dazu. Die machen keinen Unterschied zwischen vorsteuerabzugsberechtigten und nicht vorsteuerabzugsberechtigten (deutschen) Autoren. Sie zahlen allen das Gleiche. Und ich muss jetzt herausfinden, ob ich deswegen gegenüber nicht vorsteuerabzugsberechtigten Autoren quasi im Nachteil bin, die z.B. ihre 2 Euro bekommen, ich aber von den 2 Euro noch 32 Cent abführen muss. Bisher habe ich keine Antwort gefunden, aber wenn, sage ich Bescheid

Schöne Woche noch
Thomas